Sexualisierte Gewalt

Wenn das, was passiert ist, bis heute nachwirkt.

Vielleicht liegt es lange zurück.

Vielleicht ist es erst kürzlich passiert.

Vielleicht hast du selbst lange nicht die Worte dafür gefunden, was du erlebt hast –

oder du zweifelst manchmal daran, ob es "schlimm genug" war, um darüber zu sprechen.

Ich möchte dir sagen:

Es ist schlimm genug.

Und du musst es nicht allein einordnen.

Was sexualisierte Gewalt macht

Sexualisierte Gewalt hinterlässt oft Spuren, die sich nicht nur auf das Erlebte ansich beziehen –

sondern auf dein Verhältnis zu dir selbst.

Scham, Schuldgefühle, ein gestörtes Körpergefühl, Misstrauen, das Gefühl, "weniger wert" oder "falsch" zu sein.

Diese Gefühle sind nicht die Wahrheit über dich.

Sie sind eine Reaktion auf etwas, das dir angetan wurde –

egal, wie lange es her ist und egal, in welcher Form es geschehen ist.

Ein weit verbreiteter Irrtum

Viele Betroffene tragen über Jahre die Überzeugung mit sich, sie selbst hätten irgendeine Schuld daran:

Sie hätten die Situation provoziert, nicht klar genug Nein gesagt,

seien ja mitgegangen oder hätten sich nicht ausreichend gewehrt.

Manche glauben deshalb sogar, ihnen stünde gar keine Hilfe zu.

Denn das Bild, das viele im Kopf haben, ist oft das eines Fremden im Gebüsch, gegen den man sich mit Händen und Füßen zur Wehr setzt.

Die Realität sieht in den meisten Fällen anders aus:

Täter sind häufig bekannte Personen,

Übergriffe geschehen oft schleichend, in vertrauten Situationen,

und der Körper reagiert nicht immer mit Kampf.

Erstarren oder "sich anpassen" sind genauso normale Schutzreaktionen.

Was auch immer in deiner Situation passiert ist und wie du reagiert hast:

Die Verantwortung liegt immer beim Täter.

Auch das Umfeld reagiert nicht immer so, wie man es sich wünschen würde.

Häufig erlebt nicht der Täter, sondern das Opfer Ausgrenzung und / oder es gibt Unglauben oder Schuldzuweisungen.

Auch das ist keine Bestätigung dafür, dass etwas falsch an dir ist. Es zeigt vor allem, wie unsicher viele Menschen im Umgang mit diesem Thema sind.

Mein Ansatz

Ich arbeite nicht an einer "Diagnose" oder daran, dich zu verändern.

Ich möchte gemeinsam mit dir hinschauen, verstehen und Schritt für Schritt einen Weg finden, der sich für dich stimmig anfühlt.

In einem sicheren, urteilsfreien Raum – in deinem Tempo, ohne Druck. Du entscheidest, wie viel du teilst und wann.

Ich bin an deiner Seite, nicht vor dir und nicht hinter dir.

Für wen das gedacht ist

Du fühlst dich hier richtig, wenn auch nur einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft:

- du sexualisierte Gewalt erlebt hast – egal, wie lange es her ist und egal, in welcher Form

- du glaubst, es sei (auch) deine Schuld gewesen

- du das Gefühl hast, dass es dein Selbstwertgefühl, deine Beziehungen oder dein Körpergefühl bis heute beeinflusst

- du einen Ort suchst, an dem du nicht bewertet, sondern verstanden wirst

Melde dich gerne bei mir und lass uns unverbindlich schauen, ob es für dich passt.